Sieben Tage in Tibet

Ohne Essen ist es auch am schönsten Bergsee nicht mehr so gemütlich, deshalb müssen wir nach einem Ruhetag aufbrechen. Wir fahren nach San Martin de Los Andes weiter und lassen die wunderschöne Siete Lagos Route hinter uns. Dies ist nicht weiter schlimm, erwartet uns dort doch das schönste Städtchen, das wir bislang in Südamerika entdecken konnten. Wir gönnen uns ein ausgezeichnetes Parillada libre (Essen à discrétion) mit grilliertem Fleisch, Salatbuffet, hausgemachten Gnocchis und vielem mehr. Der Chef des Lokals wundert sich, wie viel in unseren Mägen Platz hat.
Von San Martin würde unser Weg 1000 lange Kilometer durch die Pampa nach Mendoza führen. Eine eher langweilige Angelegenheit, wie wir von den aus Norden kommenden Radlern erfahren mussten. Zudem bläst dort oft ein starker Wind, der einem das Radfahren so richtig vermiesen kann. Zwölf lange Tage durch die öde Pampa – nein danke!

Wir entscheiden uns für die Variante easy style. Mit dem Bus fahren wir nach Neuquen, dort steigen wir in einen Car um, der uns über Nacht nach Mendoza bringt. Wir hatten ja keine Ahnung, was einem in einem solchen Gefährt erwartet. Wir kommen nicht mehr aus dem Staunen heraus. Im Obergeschoss des zweistöckigen Cars erwarten uns breite Ledersessel, die wir fast bis in die Waagrechte nach hinten klappen können. Gegen neun Uhr abends wird uns ein warmes, richtig köstliches Abendessen serviert und am Morgen kurz vor Ankunft ein Frühstück. Total erholt steigen wir um zehn Uhr in Mendoza aus unserem rollenden Hotel. An diesem Samstagmorgen herrscht auf dem riesigen Busbahnhof reger Betrieb. Wir wurden oft gewarnt, hier müsse man vorsichtig sein und dürfe seine Sachen für keine Sekunde aus den Augen lassen. Dies ist für uns ein eher schwieriges Unterfangen, müssen wir doch unsere in Einzelteile zerlegten Räder wieder zusammenschrauben und gleichzeitig unsere zwölf Taschen im Überblick behalten. Verschiedene Gruppen junger Männer schleichen scheinbar ziellos auf dem Gelände herum und wir fühlen uns nicht ganz wohl. Deshalb entscheiden wir uns, unsere Räder an exponierter Lage, direkt vor dem Haupteingang, neben dem Taxistand und dem Polizeiposten zusammenzuschrauben. Es vergehen nur wenige Minuten, bis sich eine Männergruppe genau neben uns platziert. Zum Glück gesellt sich wenig später ein Rentner zu uns, der sich brennend dafür interessiert, wie man ein Rad zusammenbaut. Dies bewegt die Männergruppe dazu, sich wieder zu entfernen. Als wir nach einer Stunde endlich wieder startklar sind, machen wir uns schnell aus dem Staub. Wir fahren nach Maipu, eine kleine Stadt im Süden von Mendoza. Je weiter wir uns vom Stadtkern entfernen, umso kleiner werden die Häuser. Irgendwann landen wir in einem Quartier, in dem sich Hunde, Hühner und mehrköpfige Familien kleine Hütten, bestehend aus einem Raum, teilen. Der Boden im Haus ist der gleiche wie auf der Strasse, nackte Erde.
Auf der Strasse werden wir von einer besorgten Autofahrerin abgefangen, die uns zu verstehen gibt, dass wir „Gringos“ unmöglich mit dem Rad durch dieses Quartier kurven können. Schliesslich umfahren wir diese Gegend grossräumig und erreichen zwar etwas später, dafür ohne Schwierigkeiten die Innenstadt von Maipu. .Mit mehr als dreihundert Weinkellereien und riesigen Rebbergen gilt die Region um Maipu als Hauptanbaugebiet von argentinischem Qualitätswein.

Wir finden Unterschlupf in einem netten, etwas unkonventionellen Hostel in der Innenstadt. Das Hostel gehört einer Familie oder besser gesagt einer ganzen Familienbande, die selber dort lebt. So platzen wir am frühen Samstagnachmittag völlig unerwartet mitten ins Familienleben. Im Verlaufe des Tages lernen wir die Eltern, die drei Kinder in unserem Alter, den Freund einer Tochter und deren gemeinsamen Sohn kennen. In den kommenden zwei Tagen gehen im Haus viele weitere Personen ein und aus und wir verlieren allmählich den Überblick, wer wie zu dieser Familie gehört. Aus unserer Weintour wird leider vorerst mal nichts, da, wie wir am Nachmittag erfahren müssen, alle Kellereien bereits um 16 Uhr die Tore schliessen und am Sonntag Ruhetag ist. Dafür kommen wir in den Genuss einer echten, argentinischen Grillade im Kreise der Familie. Der Freund der Tochter klärt uns auf, welches Fleisch wir für uns beim Metzger besorgen sollen. Beiläufig meint er, ein Kilogramm davon würde also schon reichen für uns zwei. Das will ich doch hoffen! Eine geschlagene Stunde stehen wir für das gute Stück im Grossmarkt bei der Fleischtheke an, aber es sollte sich lohnen. Wir steuern einen Pastasalat zum grossen Essen bei, die Familie bereitet zusätzlich Kartoffeln, Guacamole und Tomatensalat zu. Als wir zur vereinbarten Zeit um 21 Uhr mit unserem Salat und Fleisch bereit stehen, sind die Familienmitglieder noch mit Fernsehen, spielen, schwatzen und putzen beschäftigt. Gegen 22 Uhr wird der Grill eingefeuert. Wir genehmigen uns mal den ersten Schluck Wein um das ärgste Hungergefühl zu unterdrücken. Um 23 Uhr sind dann endlich alle bei Tisch und Daniel und Sven, die beiden Grillmeister, servieren das Fleisch. Alles schmeckt ausgezeichnet und unsere argentinischen Freunde mögen sogar den Pastasalat, den sie eben gerade kennen lernen. Der zweijährige Sohn Santi bevorzugt Caramelzältli und Coca Cola, nach langem Zureden isst er dann doch noch einen Happen Fleisch und Avocado. Wir unterhalten uns in einem Mix aus spanisch und englisch mit den einzelnen Familienmitgliedern. Gegen Mitternacht setzt sich Santi vor den Computer und schaut, wie jeden Abend, Shrek. Wir werden nach dem Aufräumen zu Fernet Branca eingeladen, das Nationalgetränk der Argentinier, welches wir eigentlich „steigruusig“ finden, aber das können wir hier schlecht sagen. Die Busfahrt hat uns doch etwas mehr zugesetzt als zuerst angenommen. Wir begeben uns gegen ein Uhr in Richtung Zimmer. Unsere argentinischen Freunde feiern noch bis zum Morgengrauen und selbst little Santi hält bis um drei Uhr durch. Coca Cola sei Dank. Als wir am Sonntag um zwei Uhr mittags zum Frühstück erscheinen, sind wir dann prompt die Ersten.

Am Montag starten wir früh zu unserer Weintour. Für einmal sind wir mit Abstand nicht die einzigen Radfahrer, denn hier werden die Touristen aufgefordert, mit Rädern die Weingüter zu besuchen. Radverleihstationen gibt es wie Sand am Meer. Eine gute Idee, wie wir finden. Doch schnell merken wir, dass die einen wohl schon seit Jahren nicht mehr im Sattel gesessen sind, sie beanspruchen bereits bei der Hinfahrt die gesamte Fahrbahn für sich.

Wir wollen lieber nicht wissen, wie sie am Abend in die Stadt zurückfinden. Von Daniel erfahren wir später, dass unzählige „Weintouristen“ jeweils am Abend das Rad in den Graben werfen und sich mit dem Taxi zurück in die Stadt chauffieren lassen. Die Vermieter gehen dann von Zeit zu Zeit die Räder am Strassenrand einsammeln. Wir haben Glück, da wir die einzigen nicht spanisch sprechenden Touristen sind, erhalten wir jeweils eine Privatführung auf Englisch. Knauserig sind sie nicht, die Winzer, die Gläser werden selbst bei den Degustationen gefüllt. Da wird selbst für Berufsradler die Heimfahrt anstrengend.

Ausgeschlafen geht unsere Fahrt anderntags zurück nach Mendoza. Vorher werden wir noch von der Familie bis vors Haus begleitet und herzlich verabschiedet. Es herrscht einmal mehr drückende Hitze und als wir die Innenstadt von Mendoza erreichen, sind die Strassen wie leergefegt. Erst am Abend kommt allmählich Leben in die Stadt. Wir besuchen den Delikatessenmarkt und sind ganz angetan vom Fisch, den Tausenden Gewürzen, den frischen Empanadas und den vielen anderen Leckereien.

Am späteren Abend schlendern wir nichtsahnend durch das Restaurantviertel und treffen dort auf einen völlig niedergeschlagenen und nervösen Belgier. Er erzählt uns, wie er an diesem Morgen um elf Uhr einige Meter vom Busbahnhof entfernt von drei jungen Männern mit einer Waffe bedroht und mit Pfefferspray niedergestreckt wurde. Die Bande hat ihm den Rucksack und sein ganzes Hab und Gut geklaut. Auf dem Polizeiposten durfte er schliesslich umsonst nach Hause anrufen, da er aber keinen Pass mehr besitzt, können die Angehörigen ihm kein Geld schicken. Nun irrt der arme Tropf, dessen Augen immer noch feuerrot leuchten, ohne Rucksack und ohne Geld durch die Stadt. Wir geben ihm das nötige Bargeld, damit er sich eine Busfahrt nach Buenos Aires zur Botschaft leisten kann. Er bedankt sich überschwänglich und wir lassen ihn mit einem etwas unguten Gefühl zum Busbahnhof zurückkehren.

Bei unserer Abreise am nächsten Tag sind wir besonders vorsichtig. Auf einer viel befahrenen Strasse geht es stufenweise aus der Stadt. Am Stadtrand gleichen die Häuser für unser Verständnis wieder mal mehr Hundehütten als menschenwürdigen Behausungen. Uns wundert nicht, dass hier ab und an Touristen Opfer von Überfällen werden, besitzen die Menschen hier doch wirklich nichts.

Von der Stadt geht es in die Pampa. Die Büsche reichen uns höchstens noch bis zu den Hüften und eine endlose Hügellandschaft breitet sich vor uns aus. Die Hitze macht uns mächtig zu schaffen, immerhin ist es windstill. Wir nähern uns langsam den Anden und kommen vorbei an einer grossen Mineralwasserabfüllanlage. Leider ist das Firmengelände abgeriegelt und wir können unsere Wasserflaschen nicht wie erhofft auffüllen. Bald endet die Asphaltstrasse und der Andenanstieg beginnt. Einzig Tourbusse und Touristen in Privatautos teilen sich mit uns die Strasse, die zur Quelle des auf 1700 m.ü.M. liegenden Weilers Villavicencio hochführen. Bald sind unsere T-Shirts durchgeschwitzt und die mitgeführten sechs Wasserflaschen leer. Mit letzter Kraft schaffen wir es noch bis zur Quelle. Von den Gästen des Gartenrestaurants werden wir ungläubig angestarrt, als wir mit unseren Rädern eintreffen. Wir bestellen uns gleich mal ein kühles Getränk und eine kalte Platte, die uns vom Nachbartisch anlacht und der wir nicht widerstehen können. Der Wirt meint, wir könnten weiter oben nirgends übernachten. Er bietet uns einen Schlafplatz hinter dem Haus an und wir dürfen die Toiletten des Gasthauses benutzen.

Bevor die ersten Tourbusse in der Früh eintreffen, machen wir uns in Richtung Aufstieg. Die Strasse schlängelt sich in langgezogenen Serpentinenkurven den Pass hoch. Die Strasse heisst Jahresstrasse, weil es bis zur Passhöhe deren 365 Kurven haben soll. Wir haben eben die ersten Haarnadelkurven gemeistert, als sich plötzlich vor mir ein kleines Schlänglein aufbäumt. Ruckartig reisse ich mein Rad herum und fahre mit Karacho die zuvor mühsam erklommenen Meter wieder runter. Vom nächsten Auto wird die Schlange angefahren und liegt nun halbtot am Strassenrand. Ich erspare mir den Anblick, zum Glück ist mein Retter sofort zur Stelle.

Sven erlöst sie mit einem Stein von ihren Qualen und erspart mir den Anblick. Langsam erreicht mein Puls wieder Normalwerte und ich passiere die Stelle so schnell ich kann. Mal abgesehen vom Getier geht es auf dieser schmalen Strasse merklich ruhiger zu und her, nur noch einige Reisecars und Autos muten sich den Weg über den Pass zu. Die Autofahrer und Bustouristen fotografieren uns und feuern uns mit Zurufen und Klatschen kräftig an. Mit jeder Kurve, die uns weiter nach oben bringt, wird die Aussicht spektakulärer. In der nächsten Linkskurve liegt ein grosser Ast auf der Strasse, er braucht beinahe die ganze Strassenbreite. Ich werde stutzig, Bäume gibt es schon lange keine mehr, aber hier soll ein Ast liegen? In sicherer Distanz bringe ich mein Rad zum Stillstand und Sven nähert sich vorsichtig. In diesem Moment setzt sich der Ast in Bewegung und flüchtet die Felswand hoch. Auf dem Felsvorsprung steht ein Guanako, ich hoffe, auch es hat den Ast gesehen. Wir begegnen noch vielen Guanakogrüppchen, diese lamaähnlichen Tiere sind ganz niedlich.

Der Regenwolke hinter uns können wir entfliehen und endlich erreichen wir die Passhöhe auf 2961 m.ü.M.. Hier oben ist die Luft etwas dünner. Auf asphaltierter Strasse geht es rasant runter ins Dorf Uspallata und mit jedem Meter wird es wärmer. Auf dem Campingplatz veranstalten wir am Abend nochmals eine argentinische Grillade mit allem was dazugehört, schliesslich wartet morgen der nächste Dreitausender auf uns und bald sind wir in Chile. Kaum sind wir im Bett, lassen es die dunklen Regenwolken, die seit Stunden bedrohlich an den Hügeln hangen, krachen. Der bereits aufgeweichte Boden wird über Nacht zur Seenlandschaft. Da es auch am Morgen noch heftig regnet, bleiben wir liegen und bereuen unsere Entscheidung, als es um elf plötzlich aufreisst und ein wunderschön warmer Tag beginnt. Am Nachmittag gehen wir ins Dorf und erfahren auf der Touristeninformation, dass sich auf dem Pass nach Chile in der Nacht ein Hang gelöst und die Strasse zugeschüttet hat. Das erklärt die vielen Helikopter, die seit den Morgenstunden über unseren Köpfen kreisen und die unzähligen Lastwagen, die überall im Dorf gestrandet sind.

Diese Passstrasse ist die Hauptverkehrsachse für den Schwerverkehr vom Pazifik zum Atlantik. Einen anderen Weg gibt es nicht. Deshalb heisst es nun warten, ein Tag, zwei Tage, drei Tage… Zwischenzeitlich regnet es ab und zu kurz aber heftig und das Flüsschen am Dorfrand neben unserem Platz verwandelt sich in einen reissenden, braunen Fluss, der ganze Baumstämme und Hangteile mit sich führt und viele Schaulustige anzieht. Auf dem Zeltplatz kennt man sich inzwischen, von unseren argentinischen Nachbarn werden wir zu Matetee eingeladen. Leider hat das Dorf nicht viel zu bieten, dafür ist die Landschaft rundherum einzigartig. Vor einigen Jahren diente sie als Kulisse für den Film „sieben Jahre in Tibet“, also auch Bratt Pitt war schon im argentinischen Tibet. Ihm war es hier wahrscheinlich etwas weniger langweilig. 

Am vierten Tag kommt die Hiobsbotschaft, der Pass öffnet voraussichtlich erst in zehn Tagen. Das ist für uns ungünstig, geht doch in elf Tagen bereits unser Flieger von Santiago de Chile nach Quito. Der kürzeste Umweg wäre 2500 Kilometer, dies mag für Autofahrer eine Alternative sein, aber nicht für uns. Es muss eine andere Lösung her. Schweren Herzens entscheiden wir uns, von Mendoza einen Flug nach Santiago zu buchen. Mit anderen Worten heisst das, wieder nach Mendoza zurück zu kehren. Da es uns dort nicht besonders gut gefallen hat, zögern wir die Abreise immer wieder hinaus. Mittlerweile sind auch die letzten Campingnachbarn abgereist und wir teilen uns den Platz nur noch mit den sieben streunenden Hunden, die sich mit uns arrangiert haben und uns immer so lieb anschauen, wenn wir den Grill einfeuern. Die Zeit vertreiben wir uns mit kleinen Radtouren durch Tibet, Relaxen am Pool und Spanisch lernen, ausgedehnten Grilladen und kleinen Ausflügen ins Dorf. Mittlerweile werden wir beim Metzger sogar mit einem Lächeln begrüsst und beim Gemüsehändler führen wir jeweils etwas Smalltalk. Auch die Lastwagenfahrer haben sich mit ihrem Schicksal arrangiert und schlendern meist in Gruppen durch die Stadt oder nutzen die Zeit, um ihre Fahrzeuge auf Vordermann zu bringen.

Am siebten Morgen erwachen wir in aller Früh. Die gewohnte Ruhe ist einem lauten Motorengebrumm gewichen. Das kann nur eines bedeuten, der Pass ist offen. Wir sind etwas überrumpelt vom plötzlichen Startschuss und wundern uns, wie eine Strasse, deren Wiedereröffnung für die nächste Woche angesagt ist, über Nacht plötzlich geräumt sein kann. Nichtsdestotrotz ist für uns schnell klar, dass wir diese Chance beim Schopf packen wollen und den Flug sausen lassen. In aller Eile macht Sven die Besorgungen für die Weiterreise und wir brechen unser Lager ab. Gemeinsam mit den grossen Brummern machen wir uns auf den Weg in Richtung Pass. Zum Glück sind auf chilenischer Seite Strassenunterhaltsarbeiten im Gange und der Pass ist nur einseitig befahrbar, am Tag von Argentinien nach Chile, in der Nacht aus entgegengesetzter Richtung. So haben die Brummis genug Platz um uns auszuweichen. Nach wenigen Kilometern gelangen wir an die erste Stelle, an der die Strasse zugeschüttet wurde.

Durch den heftigen Regen hat sich der Hang gelöst und riesige Gerölllawinen sind ins Tal gedonnert. Die Strasse wurde inzwischen geräumt, aber meterhohe Geröllwände auf beiden Seiten zeugen vom Niedergang und viele Arbeiter sind immer noch mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Auf den nächsten Kilometern folgen noch sechs weitere Stellen. 

Die Landschaft ist atemberaubend und wir bereuen unseren Entscheid keine Sekunde. Wir gewinnen zusehends an Höhe und bis zum Abend erreichen wir einen kleinen Skiort auf 2700 m.ü.M.. Dies ist zugleich der Ausgangspunkt für Expeditionen auf den Aconcagua, den höchsten Berg von Nord- und Südamerika. Bei unserer Ankunft herrscht buntes Treiben, verschiedene Expeditionsteams aus aller Welt treffen letzte Vorbereitungen für ihre Unternehmung. Die Hostels und Hotels, die einen rundum ungepflegten Eindruck machen, sind total überteuert. Da wir das Privileg haben, nicht auf diese angewiesen zu sein, ziehen wir noch einige Kilometer weiter und schlagen unser Zelt etwas abseits der Strasse auf.Am frühen Morgen nehmen wir den zweiten Teil des Aufstiegs in Angriff. Nach einer Stunde kommen wir zur „Puente del Inca“

, einer natürlichen Steinbrücke, die sich über den Fluss Mendoza spannt. Bevor die Touristenströme eintreffen, verlassen wir den Ort und steigen langsam höher. Wir spüren, wie die Luft mit jedem Höhenmeter dünner wird und das Radeln ist ziemlich anstrengend. Endlich erspähen wir den schneebedeckten Aconcagua, von hier sieht er gar nicht mehr so hoch aus, sein Gipfel liegt aber dennoch auf  6962 m.ü.M.. Erstbesteiger war übrigens der Schweizer Matthias Zurbriggen im Jahr 1897. Kurz vor Mittag holen wir zwei chilenische Radler ein und fahren gemeinsam durch den folgenden Tunnel. Jetzt sind es nur noch wenige Kilometer bis zum Gipfel auf 3190 m.ü.M.. Auf den letzten Metern bis zur Passhöhe folgt ein weiterer, langer Tunnel, der von uns Radlern nicht befahren werden darf. Im Transporter der Strassenbehörde werden wir auf die andere Seite befördert. Auf den kommenden Kilometern bis zum Zoll stauen sich die LKWs und wir überholen sie alle wieder. Doch wir freuen uns zu früh, auch wir werden an der Grenze arg abgebremst. Eine geschlagene Stunde dauert es, bis wir uns bis zum Schalter vorkämpfen können und die heissbegehrten Aus- und Einreisestempel in unseren roten Büchlein haben. Ein netter, argentinischer Zollbeamter, der es ganz toll findet, dass wir aus der Schweiz sind, hilft uns dieses Prozedere zu beschleunigen. Unsere Räder mit all unserem Gepäck müssen in dieser Zeit vor einem kleinen Kontrollposten vor dem Zollhaus auf uns warten. Wir lassen sie sehr ungern unbeaufsichtigt am Grenzübergang stehen und an der kolumbianischen Grenze würden wir dies niemals riskieren. Mit einem etwas unguten Gefühl nehmen wir denn auch die Räder wieder in Empfang. Jetzt geht es noch zur Gepäckkontrolle. Kaum angerollt, springt der Grenzwachhund auf die Zeltgepäcktasche auf dem Gepäckträger von Sven. Er lässt sich nicht mehr beruhigen und unser Puls steigt ins Unermessliche. Die vermeintlichen Drogen entpuppen sich als Lavendelsäckchen, das wir im Zeltsack vergessen haben. Als auch die Grenzbeamten erkannt haben, dass es sich hierbei um eine legale Substanz handelt, besänftigen sie den aufgebrachten Köter mit einem Tennisball. Schliesslich finden sie ohne tierische Hilfe noch zwei vergessene Knoblauchzehen in unserer Küchentasche. Mit zittrigen Händen rollen wir über die Grenze nach Chile. Die Strassenarbeiten sind zu dieser Stunde in vollem Gange. Die eine Strassenseite ist aufgerissen und auf der anderen, schmalen Spur reiht sich Lastwagen an Lastwagen. Sie rollen im Schneckentempo die kurvige Strasse runter. Da uns mittlerweile alle aus dieser Szene kennen, behandeln sie uns wie alte Kumpanen. Mit Handzeichen und Zurufen zeigen sie uns die Schlupflöcher und wir rollen das Feld von hinten auf. Auch die Strassenarbeiter sind ganz angetan von uns Radfahrern oder wohl eher von meinen engen Radlerhosen. Ich komme mir vor wie ein Popstar unter Groupies. Immerhin weiss ich jetzt, was „te amo“ heisst. Als die Strasse langsam in die Ebene ausläuft, werden wir nach und nach von den zuvor überholten Brummern wieder eingeholt und es wird gerufen, gehupt und geklatscht. So müssen wir uns immerhin keine Sorgen machen auf der schmalen Strasse nicht gesehen und angefahren zu werden.

Im nächsten Dorf quartieren wir uns auf dem erstbesten Campingplatz ein. Dieser erweist sich als Glücksgriff, ist es doch eher ein Restaurant mit Zeltplätzen als umgekehrt. Zur Feier des Tages gönnen wir uns ein feines Essen im Gartenrestaurant. Leider macht uns die Kellnerin erst im Verlaufe des Abends auf das Dinner am Pool zu Ehren des Valentins aufmerksam. Jetzt erscheinen auch die „te amo“- Zurufe in einem neuen Zusammenhang. Für die Chilenen ist der Valentinstag eine ganz grosse Sache. Wir haben bis vor wenigen Sekunden nicht mal gewusst, dass heute der 14. Februar ist und Valentin ist in unseren Gedanken noch weiter weg. Die „Candlelight Poolparty“ findet leider ohne uns statt.

Die Strasse scheint flach, aber es geht stetig bergab. Deshalb läuft es heute fast wie von selbst.  Phasenweise müssen wir mit unseren Rädern auf die neue Autobahn. Riesige, gelbe Radverbotstafeln zieren die Auffahrt, wir übersehen sie grosszügig. Der Polizei, die bald an uns vorbeifährt, sind die zwei Radler auf dem Pannenstreifen sichtlich egal. An einem Autobahn-Früchtestand decken wir uns mit einem Sack Pfirsichen ein und führen unseren Ride in Richtung Meer fort. Wir fahren schnurgerade auf einen Berg zu, in der die Autobahn verschwindet. Ein Tunnel wäre für uns Endstation. Umkehren geht auf der Autobahn schlecht, weshalb wir die Fahrt fortsetzen. Kurz vor dem Tunneleingang hat es noch einen kleinen Rastplatz. Drei Lastwagenfahrer machen dort gerade Mittagsrast. Sie sind wenig verwundert über unser Auftauchen und zeigen uns ungefragt die alte Schotterstrasse, die um den Hügel herumführt. Wir tragen unsere Räder über das Bord auf die Parallelstrasse und passieren die Passage ohne Probleme. Nach dem Tunnel geht’s zurück auf die Autobahn. Nach wenigen Metern Fahrt gesellen sich zwei einheimische Radler zu uns auf den Pannenstreifen. Bei der nächstmöglichen Ausfahrt verlassen wir diese und gelangen auf Nebenstrassen weiter Richtung Westen. Am Nachmittag, wir rollen gerade in ein Dorf ein, erspähen wir auf der anderen

 Strassenseite vor einem Supermarkt eine Familie mit schwer bepackten Reiserädern. Wir reissen eine Vollbremse und wechseln die Strassenseite. Von der Mutter der fünfköpfigen Familie aus Frankreich erfahren wir, dass sie am Anfang einer halbjährigen Tour durch Chile und Argentinien sind. Mit ihren drei-, acht-, und zehnjährigen Kindern wollen sie den Pass nach Argentinien überqueren. Die Räder der beiden grösseren Kinder sind schwer beladen. Der kleinste Junge darf im Anhänger mitreisen. Wir versuchen ihnen klarzumachen, dass sich die Überfahrt aufgrund der Strassenarbeiten ziemlich schwierig gestalten könnte. Aber sie lassen sich nicht beirren. Wir ziehen den Hut vor soviel Reisemut und verfolgen ab sofort ihre Weiterreise auf ihrem Blog.

Bis zum Abend legen wir tatsächlich den ganzen Weg bis ans Meer zurück. Dort herrscht bei unserem Eintrudeln Ballermannstimmung. Am Strand wird jeder Quadratmeter Sand beansprucht und die Fritten– und Empanadasbuden an der Promenade sind auch früh abends gut besucht. Wir finden zum Glück noch ein Zimmer in einem Hostel.

Das Restaurant, dessen Ambiente meinem Geschmack entspricht, wartet natürlich nicht mit Takeaway-Preisen auf sich, dafür ist die Aussicht hervorragend und das Essen exzellent. Das Hostel entspricht dann eher der Frittenbude, zwar nicht vom Preis her aber immerhin vom Interieur und Ambiente. Wir nehmen frühmorgens Reissaus und fahren der Küste entlang nach Valparaiso. An diesem Samstag sind unzählige Radfahrer, Jogger und Spaziergänger mit uns auf der Strandpromenade unterwegs und wir kommen nur gemächlich voran. Endlich in Valparaiso, suchen wir gleich unser Hotel auf, haben wir doch gehört, dass hier viel geklaut wird. Dieses liegt an einem der 44 Hügel von Valparaiso. Einst war hier der wichtigste Hafen des Südpazifiks, ehe der Panamakanal gebaut wurde. Die farbigen Häuser zeugen noch von dieser Zeit. Damals haben sich viele Frachtschiffbesitzer auf einem der Hügel niedergelassen und ihre Häuser mit der restlichen Farbe ihres Frachtschiffes bemalt.

In den letzten Jahren haben sich aufwändige Wandmalereien unter die bunten Fassaden gemischt. Unser Hotel, ein gelber Altbau mit riesigen Räumen und kleinem, lichtdurchfluteten Innenhof – von einem Italiener geführt – erobert im Nu unsere Herzen. In den Gassen gibt es viel zu entdecken, kleine, feine Restaurants, Gallerien, Bars und winzige Geschäfte. Die Stadt hat unglaublich viel Flair und in unserem Hotel fühlen wir uns fast wie zu Hause. Wir streifen durch die Gassen und werden infiziert von der besonderen Stimmung, die hier herrscht. Tags darauf erleben wir eine tolle Stadtführung, die keine Wünsche offen lässt.

Leider bleibt nicht genügend Zeit um hier vollständig einzutauchen. Nach eineinhalb Tagen heisst es bereits wieder Räder bepacken und weiter fahren. Um aus der Stadt zu gelangen, müssen wir einen dieser Hügel bezwingen, ehe es auf der Autobahn nach Santiago geht. Die Strasse gleicht jener von Bern nach Zürich. Es herrscht reger Verkehr und ich stehe wieder mal bei jeder Ausfahrt Todesängste aus. Nach drei Stunden wildem Radritt ist genug. Ich weigere mich, die Fahrt auf dieser Strasse fortzusetzen. Eine vernünftige Alternativroute für Radfahrer und andere Autobahnverweigerer gibt es leider nicht. Wir entscheiden umzukehren. Nachdem uns ein netter Pickupfahrer auf die andere Autobahnseite gebracht hat, nehmen wir die Abfahrt nach Valparaiso in Angriff. In zwanzig Minuten sind wir wieder in der Stadt – wie deprimierend! Und am späten Mittag beziehen wir wieder unser Hotelzimmer – es wurde inzwischen gereinigt. Für den nächsten Tag organisieren wir uns einen Bus nach Santiago de Chile. Dieser kostet für die zweistündige Fahrt sage und schreibe 7 Dollar. Ich frage mich, welcher Teufel uns geritten hat, als wir diese Strecke mit dem Rad abspulen wollten.

Im Bus sitzend bereue ich die Entscheidung keine Sekunde, löst sich doch der Pannenstreifen plötzlich in Luft auf und wir brausen durch zwei lange Tunnels.

In Santiago de Chile bleiben uns drei Tage, um vom Süden Südamerikas Abschied zu nehmen. Wir verbringen viel Zeit auf dem immens grossen Gemüse-, Fleisch- und Fischmarkt, der mehr als zehntausend Menschen eine Arbeit bietet.

 Und wieder nehmen wir an der etwas anderen Stadtführung „Tips for Tour“ teil. Das Konzept ist einfach und bestechend. Es gibt zwei Führungen pro Tag, ohne Voranmeldung kann man bei Interesse zu diesen Zeitpunkten am Treffpunkt erscheinen. Die Tour dauert drei Stunden, die Fahrt mit der Metro und ein Getränk sind dabei. Der Guide wird mit einem Trinkgeld nach Ermessen bezahlt. Unser Cityführer legt sich voll ins Zeug und wir können ihn mit gutem Gewissen anständig entlöhnen. Wir sind ganz „Fan“ von diesem Geschäftsmodell. Auf diesem Wege erfahren wir auch gleich, wo wir den kaputten Radständer reparieren lassen können. Die Tage vergehen wie im Flug und bald heisst es „chao“ Chile und „hola“ Ecuador. Mitten in der Nacht treffen wir am Flughafen von Quito ein. Dieser soll ja ganz schrecklich, dreckig, eng und gefährlich sein. Wir sind bei Ankunft etwas irritiert, präsentiert sich uns doch eine moderne, weitläufige Halle und auf Hochglanz polierte Toiletten. Die ältere Amerikanerin vor uns in der Zollwarteschlange klappt denn auch wohl eher zusammen, weil für sie die 2850 m.ü.M. etwas zu viel des Guten sind.

Das Rätsel löst sich, als uns der Taxifahrer voller Stolz erklärt, dies sei der neue Flughafen, der erst seit zwei Tagen in Betrieb sei. Wir finden das auch ganz toll, sind aber in erster Linie einfach froh, dass wir schnell und sicher im Hotel ankommen und uns der Nachtwächter mit dem verstrubbelten Haar den Zimmerschlüssel in die Hand drückt. Der Wecker braucht heute gute Nerven, um uns bis neun Uhr aus den Federn zu locken, damit wir das Frühstücksbuffet nicht verpassen. Ich frage mich, ob wir die einzigen Gäste sind, ist doch das Buffet bei unserem Eintrudeln noch unberührt. Schlaftrunken würge ich den ersten Bissen runter, um wenig später anhand meiner Armbanduhr festzustellen, dass es noch nicht mal sieben Uhr in der Früh ist. Svens Handywecker hat die Zeitverschiebung leider nicht richtig mitgekriegt. Mit vollem Zmorgenbauch geht’s wieder ab ins Bett. Der nächste Wecker ist die Putzfrau und die ist mindestens so energisch.

Mit dem Öffnen der Hoteleingangstür tauchen wir ein ins historische Zentrum der Stadt. Die Altstadt von Quito mit seinen kolonialen Bauten wurde 1978 als erste Stadt überhaupt ins UNESCO – Weltkulturerbe aufgenommen. Viele imposante Kirchen, Plätze und Gassen wollen entdeckt werden.

 Wir tauchen ein ins bunte Treiben, indigene Frauen preisen auf der Strasse allerlei Leckereien an, die wir allesamt nicht kennen. Bald strömen uns von jeder Ecke Essensdüfte entgegen. Wir lassen uns in einem einfachen, gut besuchten Restaurant für sieben Dollar – die offizielle Währung ist US-Dollar – zwei  Zweigänger mit Getränk servieren. Es schmeckt fast alles ausgezeichnet, ich weiss nun aber, dass „guatitas“ wohl Kutteln bedeutet und ich besser die Gabel davon lasse. Auch wenn wir nicht in der „Tourifalle“ zu Mittag essen, fallen wir hier wie die Milkakuh auf der Weide auf. Ich, mit meinen gerade mal 1.68 Metern, überrage die meisten Menschen hier um mindestens eine Kopfgrösse. Viele sind in Tracht gekleidet und alle sehen so ganz anders aus als wir.

Wir sind ohne Wertgegenstände und nur bei Tageslicht zu Fuss unterwegs, hört man doch von praktisch jedem Touristen irgend eine Räubergeschichte. Die Stadt kann dennoch unsere Herzen erwärmen, wir gehen auf ausgedehnte Entdeckungstouren und machen selbst vor Kirchen nicht halt.

Am Tag vor unserer Abreise erregen jedoch die Galapagos-Touranbieter, die im neuen Stadtteil wie Pilze aus dem Boden schiessen, unsere Aufmerksamkeit. Die Bilder von weissen Sandstränden und uns unbekannten Tieren lassen uns nicht mehr los. Da uns aber die mehrtägigen Schifftouren zu teuer sind, entscheiden wir uns dafür, Galapagos auf eigene Faust zu entdecken. Wir buchen ziemlich spontan einen Flug und bereits am nächsten Mittag landen wir in Baltra auf Santa Cruz, eine der 13 grösseren Inseln auf Galapagos. Als wir den Fuss auf den Boden setzen, schlägt uns feuchtheisse Luft entgegen. Der Bus bringt uns für läppische zwei Dollar zum anderen, bewohnten Ende der Insel. Dort beziehen wir unser Hotelzimmer und tauschen unsere durchgeschwitzten, langen Hosen gegen Bikini/Badehose und kurze Hosen ein. Die Standardausrüstung für die nächsten zehn Tage. Was wir in diesen Tagen alles erleben, könnt ihr in der Fotogalerie entdecken.


By the way, wir würden uns sehr über Gästebucheinträge freuen…

14 thoughts on “Sieben Tage in Tibet

  1. giorgio
    28 März, 2013 at 21:57

    Grüezi zäme

    es isch eifach de Hammer, was ihr beidi so spannendes, abetürliches und insprierendes erläbed, bi fasch e chli niidisch – nei, gnüssed jede momänt!

    liebe gruess us de chalte, verschneite schwiiz – brrhh – sau chalt, vo wäge früëhlig…giorgio (abx)

    1. admin
      1 April, 2013 at 22:29

      Hallo Banknachbar :-)

      Schoen von dir zu hören! Hoffe dir und deiner Familie geht es gut und ihr könnt schon bald schneefrei aufs Maiensäs, damet denn din Tint wieder sitzt :-)

      Lg us Kolumbie und bes bald im August :-)

  2. KoS
    21 März, 2013 at 00:10

    Hola gringos!

    ich liise euchi bricht immer mit chli verspötig ;-) aber sind drum nid weniger spannend und mached richtig sehnsüchtig…nid unbedingt ufs velo fahre, aber uf de ganzi räschte!

    hasta luego
    KoS

    1. admin
      1 April, 2013 at 22:34

      Martin schoen, dass du de Inhalt wo uf dim Server lieht au beguetachtisch ;-) Ich hoffe, die Verspötige hend mit em florierende Gschaeft ztue :-)
      Jetzt hesch dini Radler-Affinität scho weder uf Ice gleit’ ICh hoffs doch noed mer fahred denn no mit em SAM nach Müche damol mi em Velo :-) Foers Heifahre sueched mer denn no en Transport foer dech :-)

      LG Sven

  3. Stephan
    10 März, 2013 at 12:38

    Hallo ihr zwei,

    Besten Dank für diesen weiteren äusserst unterhaltsamen Bericht! Wir freuen uns schon jetzt Teil Eurer letzten Etappe sein zu dürfen und wünschen Euch bis dahin problemlose Weiterfahrt!

    Christine&Stephan

    1. admin
      16 März, 2013 at 22:25

      Liebe Christine und Stephan

      Die Freude ist ganz unsererseits. Wir freuen uns auf unserer Ausfahrt nochmals in Genuss einer wunderbaren Stadt zu kommen.
      Viele Grüsse und bis bald

  4. Desi
    10 März, 2013 at 07:21

    Wow, ich würde liebend gerne diese Frischmärkte besuchen und solche Grillabende mit Euch verbringen! Da läuft mir ja das Wasser im Munde… Herrlich! Nur das radeln überlasse ich gerne Euch ;) jeder Eurer Berichte ist einfach super! Weiterhin allet juute:)

    1. admin
      16 März, 2013 at 22:07

      Liebi Desi

      D’Grillöbig holed mer met euch i de Schwiiz noche, au wenns denn velecht ned emmer för Bife de chorizo langed, Badenersteak sind doch au ned z’verachte. Ich glaub, mer send a de Reihe met ilade! S’Velofahre esch au do in Kolumbie ned grad unbedingt weniger asträngend, meh dezue im nächschte Blog…
      Mer fendets super, dass du eus emmer schriibsch, muchas gracias!
      Bi eus gohts die nächschte Täg au um d’ Wurscht, es wartet no etlichi 3000er uf eus. Fertig Lomo, jetzt esch weder chrampfe agseit.

      Hasta luego

      Sven und Sarah

  5. Sämi
    7 März, 2013 at 06:28

    So, bitte. Weiter so!

    1. admin
      10 März, 2013 at 02:11

      :-) mit gutem Bespiel voran – Sämi for President….

  6. Seimen
    6 März, 2013 at 22:03

    the crazy biking couple! mich nimmt noch wunder: wie ist der momentane wädli-umfang? und trägt sven eigentlich die haare jetzt etwas kürzer? ich freue mich jetzt schon auf einen 4-tägigen dia-abend (würkli)… und melde mich hiermit an für spanisch-lektionen nach eurer rückkehr ;-)
    geniesst die reise, so lange sie noch dauert! lieber gruess us tsüüri

    1. admin
      1 April, 2013 at 22:36

      Siiiiiiiiiiiiiiimooooooooooon
      GErn dur doerfsch mer denn au während de DiaShow mini Wädli massiere, die hend wahrlich mitlerwiele en beachtlichi Grössi hends doch au bereits über 10’000km abspuehle .-)
      Bis bald am Flughafe :-)

  7. 6 März, 2013 at 21:23

    Hi ihr Zwei,

    durch die lebendige Beschreibung eures Bikeralltags bilden sich mir Schweißperlen auf der Stirn. Zu schade dass ich mich nicht wie ihr, im Meer abkühlen kann.
    Ich wünsche euch weiterhin gute Fahrt und spannende Erlebnisse.

    Sonnige Grüße
    Marta vom HWY 101

    1. admin
      10 März, 2013 at 02:17

      Liebe Marta

      Es ist uns eine Freude, von dir zu lesen. Wie geht es dir? Lese ich da zwischen den Zeilen bereits wieder etwas Fernweh? Lass uns von deinen Plänen wissen, ich würde auch gerne mal lesen anstatt schreiben :)! Wir hoffen, dir geht es ganz gut und der Winter in unserem Nachbarland ist nicht allzu hart.

      Liebe Grüsse von der Panamericana (wir sind wieder im Tritt)

      Sarah

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